Sommer, Sonne, Sonnenschein - Schutz vor UV-Strahlung
Ultraviolette Strahlung, bekannt als UV-Strahlung, wirkt auf die Haut und auch die Augen und kann gesundheitliche Schäden verursachen. Eine der schlimmsten Folgen ist die Erkrankung an Hautkrebs. Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, sich vor einer übermäßigen Einstrahlung zu schützen. Hier ein paar Tipps:
Orientierung und Regeln
Intensive Sonne möglichst vermeiden
Eine grundsätzliche Orientierung bietet der UV-Index. Je höher er ausfällt, desto wichtiger ist der vorsorgliche Schutz. Die UV-Strahlung findet mit dem Höchststand der Sonne in der Mittagszeit ihre stärkste Wirkung. Bei einem UV-Index von 3 sollte die Mittagszeit im Schatten verbracht werden. Möglichst im Haus bleiben solltest Du bei einem UV-Index von 8. Längere Aktivitäten im Freien sollten am besten auf die Morgen- oder späteren Nachmittagsstunden verschoben werden.
Schutz durch Kleidung
Die richtige Kleidung bietet einen besonders zuverlässigen UV-Schutz. Wenn möglich, sollten Schultern, Arme und Beine bedeckt werden. Ein Sonnenhut kann außerdem dazu beitragen, Gesicht, Ohren und Nacken zu schützen. Bei längeren Aufenthalten am/im Wasser oder beim Sport kann spezielle UV-Schutzkleidung sinnvoll sein. Durch Wasser, Sand und helle Flächen können UV-Strahlungen reflektiert und so die Belastung erhöht werden.
Ungeschützte Haut eincremen
Hautstellen, die nicht durch Kleidung geschützt werden (können), solltest Du sorgfältig eincremen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Wichtig ist außerdem, dass das Produkt sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung schützt.
Die Sonnencreme sollte großzügig und lückenlos aufgetragen werden…vergiss also nicht die Ohren, Nacken, Fußrücken, Hände, Lippen und den Haaransatz! Die angegebene Schutzwirkung kann nur bei ausreichender Verwendung erreicht werden.
Erneutes Eincremen ist insbesondere nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen wichtig, auch wenn die verwendeten Produkte wasserfest sind.
Schutz der Augen
Nicht nur die Haut, auch die Augen können durch die UV-Strahlung geschädigt werden. Eine geeignete Sonnenbrille, die nicht nur modisch, sondern auch einen zuverlässigen UV-Schutz bietet, ist daher wichtig. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt Brillen mit der Kennzeichnung “UV400” oder “100 Prozent UV-Schutz”.
Große Gläser und ein seitlich gut abschließendes Gestell reduzieren zusätzlich die Strahlng, die von der Seite ins Auge gelangt.
Besonderer Schutz für Kinder
Kinderhaut ist gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich. Säuglinge sollten möglichst keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Ein schattiger Platz ist für sie Pflicht, auf Sonnencreme sollte im ersten Lebensjahr verzichtet werden. Bei älteren Kindern stehen Schatten, schützende Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille an erster Stelle. Nicht bedeckte Hautstellen sollten zusätzlich mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel eingecremt werden.
Sonnenschutz auch an bewölkten Tagen
Wolken halten die UV-Strahlung nicht vollständig zurück. Selbst wenn die Sonne nicht deutlich zu sehen ist und es sich weniger heiß anfühlt, kann die UV-Belastung hoch sein. Die Temperatur ist daher kein zuverlässiger Hinweis auf die Stärke der Strahlung.
Besondere Vorsicht ist außerdem am Wasser, im Gebirge und im Schnee geboten. Dort kann die UV-Belastung durch die Höhenlage und die Reflexion der Strahlung deutlich steigen.
Sonnencreme ist kein vollständiger Schutz
Sonnencreme solltest Du nicht dazu verwenden, Deinen Aufenthalt in der Sonne beliebig zu verlängern. Sie ergänzt andere Schutzmaßnahmen, ersetzt aber keine schattigen Aufenthaltsorte, Kleidung, Hut und Sonnenbrille.
Diese Reihenfolge kannst Du Dir merken:
- Starke Sonne möglichst meiden
- Schatten aufsuchen
- Haut durch Kleidung und Hut bedecken
- Augen mit einer passenden Sonnenbrille schützen
- Alle verbleibenden Hautstellen großzügig eincremen
Sonnenschutz beginnt vor dem Sonnenbrand
Wenn Du die verschiedenen Maßnahmen miteinander kombinierst, ist der wirksame UV-Schutz gar nicht so kompliziert. Wer intensive Mittagssonne vermeidet, Schatten nutzt, schützende Kleidung trägt und freie Hautstellen sorgfältig eincremt, kann die UV-Belastung deutlich reduzieren.
Sonnenschutz ist aber nicht nur im Urlaub oder am Strand wichtig. Auch beim Spaziergang, bei der Gartenarbeit, beim Sport und im Alltag ist die Haut UV-Strahlung ausgesetzt. Ein bewusster Umgang mit der Sonne hilft, akute Hautschäden zu vermeiden und die Haut langfristig gesund zu halten.
Auffällige oder sich verändernde Hautstellen sollten in jedem Fall ärztlich untersucht werden.
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